>> Der Chef des Medellíner Kokainkartells Pablo Escobar baute für arme Menschen ein ganzes Stadtviertel. 
 Seit 20 Jahren leben die 12.000 Bewohner in der Illegalität und ihr Viertel ist auf keinem Stadtplan zu finden. <<

Eine Koproduktion von GabrielFilm und Filmakademie Baden-Württemberg.

Ausstrahlung im Rahmen des Jungen Dokumentarfilms im Südwestrundfunk (SWR) sowie auf Phönix und 3sat.

Team

Regie, Produktion, Ton – Jan Gabriel
Regieassistenz – Catalina Flórez Ibarra
Kamera – Armin Franzen
Schnitt – Roman Vital
Musik – Hans-Christian Görger
Producer – Björn Hoven

Festivalteilnahmen

sehsüchte Potsdam
Filmschau Baden-Württemberg
Internationales Filmfest Eberswalde
dokumentART
La Muestra Internacional Documental de Bogotá
Bolzano Film Festival

Preise

Filmschau Baden-Württemberg – Bester Dokumentarfilm
NRW Eine-Welt-Filmpreis

Barrio Pablo Escobar

Dokumentarfilm

Vor 20 Jahren baute der Chef des Medellíner Kokainkartells Pablo Escobar für die Bewohner einer staatlichen Müllkippe ein Stadtviertel.
Bis heute – zehn Jahre nach dem Tod Escobars – hat der kolumbianische Staat das Viertel seines Erzfeindes nicht anerkannt und die 12.000 Bewohner leben in der Illegalität. Das Barrio Pablo Escobar ist auf keinem Stadtplan zu finden.
Weil der Staat das Barrio Pablo Escobar nicht anerkennt, sorgt er auch nicht für dessen Sicherheit. Die Polizei betritt das illegale Viertel nicht. Es ist eine der zahlreichen Jugendbanden, die das Viertel kontrolliert.
 
Der Film von Jan Gabriel und seiner Regieassistentin Catalina Florez Ibarra macht die komplexe Problematik Kolumbiens am Beispiel eines Medellíner Viertels sichtbar. Dabei wird eine positive Entwicklungsmöglichkeit deutlich. Der Versuch des basisdemokratisch gewählten Bürgermeisters
nämlich, sich für die Emanzipation einer sozialen Randgruppe einzusetzen und für die Legalisierung des Barrio zu kämpfen.
Dem Film gelingt es, die latente Aggression in der durch Gewalt geprägten
Gesellschaft durchscheinen zu lassen, ohne Gewalt selbst zu zeigen. In teilnehmender Weise – und ohne auf Humor zu verzichten – zeigt der Film in großer Nähe zu seinen ProtagonistInnen die menschliche Bewältigung extrem schwieriger Situationen.

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